Das Internet - Segen oder Fluch? - Teil 1

Ich kann mich allzu gut daran erinnern, als mir eine gute Freundin zum ersten Mal vom Internet erzählte. „Was für ein Quatsch“, dachte ich bei mir. „Was brauchen wir denn so was…“ Jahre später ist es aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken - beruflich wir privat.

 

Einerseits ist das Internet das perfekte Forum für mich: ich kann schreiben, muss nicht telefonieren oder Smalltalk machen, sondern kann mich ausdrücken, ohne mich bedrängt zu fühlen. Dieser Blog ist gerade mein Lieblingsprojekt und ich habe durch ihn so viele tolle neue Bekanntschaften schließen können: virtuelle, und das ist gut so.

 

Echte Verabredungen im wirklichen Leben stressen mich, vor allem in Zeiten, in denen ich eh zu viel um die Ohren habe oder ich mir aus Angst vor Langeweile mal wieder zu viel zugemutet und aufgebürdet habe. Ins Netz gehe ich immer gerne, zu gerne?

 

 

So sieht für mich übrigens die Facebook-Fanpage aus...

Da kommen wir zum Knackpunkt des Ganzen: mein Smartphone ist inzwischen sehr mit mir verwachsen: täglich checke ich mehrmals, wie viele Follower ich auf Instagram habe, wer meine Bildchen gelikt hat (Anerkennung, da geht es um Anerkennung, Ausräumung von Selbstzweifeln: bin ich noch hübsch genug, gut angezogen… Kann ich wirklich gut kochen?).

 

Pling macht es, wenn jemand auf meine Posts auf Facebook geantwortet hat. Da muss ich sofort nachschauen…

 

NEIN, muss ich nicht, das ist Stress pur. Abends schalte ich jetzt auf stumm und drehe es um – irgendwann. Ich werde mir jetzt gewisse Zeit-Slots für Internetaktivitäten einrichten, das ständige Onlinesein ist nicht gut. Oft nehme ich das hübsche Telefon mal nicht mit zu einem Ausflug. Das Problem ist wieder, dass ich damit auch viel fotografiere. Hab‘ ich es nicht dabei, gehen mir vielleicht schöne Motive durch die Lappen. Auch wieder doof.

 

Durch Facebook bin ich zum Beispiel mit einer sehr guten Freundin in Kontakt, die seit 20 Jahren in England lebt. Ich sehe, wo sie war, was sie gemacht hat, ohne groß mailen zu müssen oder gar zu telefonieren. Ich hasse telefonieren.

 

Wie geht es euch dabei? Wie oft geht Ihr online? Seid ihr immer und überall erreichbar? Ich freue mich wie immer über jeden Kommentar.

 

Eure Erbsenkönigin

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Maria (Mittwoch, 31 Januar 2018 20:56)

    Mir geht es ähnlich..ich verspüre aber nur Druck,...so ein Gefühl von "Du mußt gleich antworten"Deshalb erwähne ich meist gleich das ich selten online bin...Telefonieren empfinde ich jedoch als noch viel schlimmer!!
    Eigentlich interessiert es mich oft gar nicht sooo was wieder gepostet wurde oder wie viele Follower...es ist wie gesagt für mich meist nur Druck.

  • #2

    Carina (Mittwoch, 07 Februar 2018 16:58)

    Mir geht es genauso! Ich arbeite auch im Social-Media-Bereich ... mein beruflicher Alltag spielt sich also oft auch auf Facebook ab. Die Informationsflut macht mich oft richtig "gaga", und ich merke auch, dass ich einige Stunden brauche, um mich wieder zu erholen. Was mir hilft, ist wirklich nur EIN Fenster zu öffnen und während der Arbeit am Laptops mein Handy auf Flugmodus zu schalten. So klingelt es nie und ich bin auch nicht verführt, "kurz mal so ganz schnell" Instagram oder Whatsapp zu nutzen.

  • #3

    Mo (Mittwoch, 07 Februar 2018 17:14)

    Fast jeder hat ein SmartPHONE und nur wenige telefonieren. Sprüche wie "ich hasse telefonieren" fallen immer häufiger. Das heißt, sie hassen es mit Freunden zu sprechen? "tickern" ist da viel besser? Nur nicht reden, keine vollständigen Sätze, du weißt schon, lol. ^^ Wir verlernen dadurch auch zu telefonieren. Wer beruflich damit zu tun hat, kann das sicherlich bestätigen. Es ist schon schräg, was bei manchen Gesprächen zustande kommt. Ein Gestotter, ähm, ähm und von Subjekt, Prädikat, Objekt gar nicht zu reden.
    Es ist wie mit allem im Leben: das Maß stimmt bei vielen nicht mehr. Und Maßlosigkeit wird auf Dauer ungesund. Ich nenne die Leute "Screenies", weil sie nur noch auf einen Screen schauen (Laptop oder Smartphone) und außerhalb nur noch wenig mitbekommen und vielleicht auch nicht mehr mitbekommen wollen. Ich möchte das Internet nicht missen, ich möchte nur nicht Sklave dessen sein.

  • #4

    Erbsenkönigin (Mittwoch, 07 Februar 2018 22:15)

    Hallo Mo, nein, mit echten Freunden spreche ich gerne, aber beim Telefonieren fehlt mir immer der Augenkontakt, also das Visuelle.

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